DWD Synoptische Übersicht Mittelfrist
 


S Y N O P T I S C H E   Ü B E R S I C H T   M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Samstag, den 31.07.10 um 10.30 UTC



Wechselhaft, zeitweise einzelne Schauer oder Gewitter möglich, 
mäßig warm. 
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Synoptische Entwicklung bis zum Samstag, den 07.08.10


Deutschland liegt unter einem langwelligen europäischen 
Höhentrog, über den überlagernde kurzwellige Trog-Rücken-Muster 
hinwegziehen, die ihn vorerst immer wieder regenerieren, indem 
die Zufuhr kühler atlantischer Meeresluft mit Tiefausläufern 
immer wieder erneuert wird. 

So wird zum Wochenbeginn der Höhentrog durch einen neuen über 
die Nordsee einfließenden Schwall kühler Meeresluft - 
rückseitig einer über Mitteleuropa ostwärts schwenkenden 
Tiefdruckrinne - regeneriert. 
In der höhenkalten Luft des Troges kommt es noch am Montag zu 
zahlreichen Schauen und besonders im Südosten, sonst 
vereinzelt, zur Bildung von teils starken Gewittern. 
Staubedingt ist an den Alpen auch mit Starkregen zu rechnen. 

Damit zieht am Dienstag ein sekundärer Höhentrog über die Achse 
des langwelligen europäischen Höhentroges hinweg, dem ein dann 
bei den Britischen gelegener flacher Höhenrücken folgt. 
Damit baut sich bis zum Mittwoch hinein wirkend ein 
wetterberuhigendes Zwischenhoch auf und die Schauer- und 
Gewitterneigung klingt zunächst ab. Die Niederschläge im 
Staubereich der Alpen schwächen sich ab.

Danach regeneriert sich der Langwellentrog erneut mit einem vom 
Atlantik hereinschwenkenden neuen Höhentrog, wodurch das Wetter 
über Deutschland erneut zyklonal mit Schauern und möglichen 
Gewittern, sowie mit zeitweise möglichen starken bis 
stürmischen Böen im Küstenbereich, beeinfluss wird. Dem folgt 
zum Wochenende wieder ein leichter Trend zur Wetterberuhigung.

Bei dieser unbeständigen, zeitweise wechselhaften Witterung 
unter dem langwelligen Höhentrog verbleiben die Temperaturen 
meist nur im mäßig warmen Bereich.
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Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs


Hinsichtlich der großräumigen Struktur eines über Mitteleuropa 
liegenden Langwellentroges besteht bei den letzten vier 
Rechenläufen bis Freitag eine brauchbare Übereinstimmung. Im 
Hinblick auf regionale Details, wie sie von sekundären Trog-
Rücken-Muster modifiziert werden, ist die Übereinstimmung bis 
zur Wochenmitte brauchbar. 
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Vergleich mit anderen globalen Modellen


Bis Mittwoch liegen GME und GFS auf einer ähnlichen Linie mit 
ECMW für Mitteleuropa, ab Donnerstag klaffen die Simulationen 
mehr auseinander. 
Für das Bodendruckniveau bringt die Lösung des ECMW-Hauptlaufs 
für Donnerstag ein im Küstenbereich ostwärts ziehendes Tief mit 
Kerndruck unter 1005, während dann das Druckniveau von GFS oder 
GME höher liegt. GME simuliert aber eine markante Trogstruktur, 
liegt also für interpretiertes Wetter ähnlich wie ECMW. 
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Bewertung der Ensemblevorhersagen


Zum Rechenlauf vom 30.7.10, 12 UTC sowie vom 31.7.10, 00 UTC 
werden alle EPS Einzelläufe nur einem Cluster zugeordnet. 

Bei den EPS plumes vom 31.7.10, 00 UTC zeigt der ECMW-Hauptlauf 
und ECMW-Kontrolllauf für Donnerstag nahezu ein singuläres 
Ausscheren durch erhöhten Niederschlag, sowie abweichend zum 
EPS-plumes-Trend einen Temperaturrückgang. (Für das 
Bodendruckniveau bringt die Lösung des ECMW-Hauptlaufs für 
Donnerstag ein im Küstenbereich ostwärts ziehendes Tief mit 
Kerndruck unter 1005, während das Druckniveau von GFS oder GME 
höher liegt.)  
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Wahrscheinlichkeiten fuer signifikante Wettererscheinungen


Zeitweise einzelne Gewitter möglich, teils auch Starkregen, im 
Küstenbereich und im Bergland zeitweise einzelne stürmische 
Windböen möglich.
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Basis fuer Mittelfristvorhersage
EPS, ECMW-MOS , MOSMIX
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VBZ Offenbach / Dipl.  Met. Rolf v. Pander 



 

Quelle: DWD
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